Auch wenn das Tabu um das Sterben in den letzten Jahren mehr und mehr aufgehoben scheint, merken wir in unserer Gesellschaft kaum, dass das Sterben zum Leben dazugehört. Die Unwiederholbarkeit jedes Moments und die Begrenztheit unseres Lebens erzeugen in uns Angst und Unsicherheit. Wir schieben das Thema lieber beiseite.

Erst im Angesicht des Todes - im persönlichen Erleben oder bei der Begleitung geliebter Menschen- kommen uns diese Gedanken wieder ins Bewusstsein. So sind Zeit und Ruhe für Überlegungen um Sterbebegleitung und Abschiedsfeier oft nicht gegeben. Die Betroffenen sind im entscheidenden Moment überfordert und damit auf Unterstützung von außen angewiesen.

 
     
Das Interesse an dem jeweiligen Lebensweg, Gespräche mit den Angehörigen und das Erfahren von Vorstellungen und Wünschen sind für mich unerlässliche Bestandteile einer menschenwürdigen Verabschiedung.